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Wie Sie mehr Sicherheit für Ihre Mitarbeiter schaffen

Laut einer Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) führen 6% der Erwerbstätigen Instandhaltungsmaßnahmen aus. 10-15% der Arbeitsunfälle mit Todesfolge sind auf Tätigkeiten in der Instandhaltung zurückzuführen. Die meisten Unfälle passieren bei der korrektiven Instandhaltung oder als Folge unterlassener bzw. unzulänglicher Instandhaltungsmaßnahmen.

Wo liegen die Gefahren?

1. Während der Wartung

Bei der Wartung von Maschinen werden Teile kontrolliert und ausgetauscht, an die man im normalem Betrieb oftmals nicht heranmuss. Dabei kann es zu Unfällen durch fehlendes Wissen und Unachtsamkeit kommen. Zudem werden häufig externe Instandhaltungstechniker eingesetzt, die die Maschine mit ihren kleinen “Macken” nicht aus dem alltäglichen Arbeiten kennen.

2. Unsachgemäße und unterlassene Instandhaltungsarbeiten

Aber auch bei alltäglichen Instandhaltungsmaßnahmen kann es zu Unfällen durch Fehlbedienungen oder den Einbau falscher Teile kommen. Gerade bei Krankheitsfällen müssen Mitarbeiter die Maschinen ihrer Kollegen mitbetreuen, die ihnen nicht so bekannt sind wie ihre eigenen. Hier hat man dann dasselbe Problem wie bei externen Technikern, nämlich die Problematik der fehlenden Informationen. Ein großes Sicherheitsrisiko stellen aber vor allem unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen dar. Überforderung oder Vergesslichkeit sind menschlich und führen oftmals zu Fehlern.

Gutes Instandhaltungsmanagement und Proaktive Instandhaltung sorgen für mehr Sicherheit

1. Ordnungsgemäße Koordination

Für erfolgreiches Instandhaltungsmanagement und ausreichenden Arbeitsschutz sollten Sie ihr Personal einbeziehen. Ihre Mitarbeiter haben einen guten Blick auf die täglichen Herausforderungen und Gefahren. Schulen Sie ihre Mitarbeiter und sensibilisieren Sie sie für mögliche Risikofaktoren. Zudem sollten genaue Rollenzuweisungen und Verantwortlichkeiten geklärt und immer wieder aktualisiert werden.

2. Planung

Gute Planung ist das halbe Leben oder kann im Notfall Leben retten. Erforderliche Ausrüstung und geeignete Arbeitsmittel sollten für die Instandhaltungsmitarbeiter immer verfügbar sein, damit nicht auf gefährlichere Alternativen zurückgegriffen wird. Klären Sie den genauen Umfang der Arbeiten an der Maschine und geben Sie eine Vorlage für einen optimalen Ablauf. An die Hand gereichte Arbeitsverfahren und klare Leitlinien minimieren das Risiko immens. Auch hier können Sie schon im Vorfeld ihre Mitarbeiter bei der Gefahrenermittlung miteinbeziehen und Präventionsmaßnahmen entwickeln und hierarchisieren.

3. Durchführung

Eine Strukturierte Vorgehensweise ist sehr wichtig. Essentielle Handlungen werden nach und nach abgearbeitet und abgehakt und können so nicht ausgelassen werden. Parallel dazu kann auch auf Verbote hingewiesen werden, wie z.B. das ausdrückliche Verbot zur Überbrückung von Sicherheitsschaltern. Fehler, die zu schwerwiegenden Unfällen führen können, werden durch die Einhaltung vorgegebener Arbeitsverfahren minimiert.

4. Prüfung

Doppelt hält besser. Die abschließende Überprüfung der ausgeführten Arbeiten gibt ihnen und ihren Mitarbeitern ein extra an Sicherheit. Der bearbeitende Mitarbeiter kann seine Arbeit direkt überprüfen, indem er die vorgegebenen Pflichtfelder kontrolliert. In Form von Protokollen können diese dann direkt weitergegeben werden. Unsicherheiten werden verringert.

Aus Fehlern lernen

5. Dokumentation

Aus Fehlern zu lernen ist ein Wichtiger Bestandteil von Fortschritt. Mit einer guten Dokumentation der Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen, können Sie nicht nur dafür sorgen, dass sich ihre eigenen Fehler nicht wiederholen, sondern auch die der Kollegen werden nicht erneut gemacht. Eine funktionierende Informationspolitik ist das A und O.

6. Kommunikation

Zu einer guten Instandhaltung gehört auch eine kontinuierlich einwandfreie Kommunikation. Alle Mitarbeiter sollten zu jedem Zeitpunkt über die Statusinformationen aller Maschinen verfügen, um Fehler zu verhindern, die mit Unwissenheit zu begründen sind. Kommunikationswege können auf dem klassischen Weg durch unterschiedlichste Faktoren unterbrochen werden.

7. Verbesserung und Weiterentwicklung

Die Prozesse erfolgreichen Instandhaltungsmanagements sollten sich stetig weiterentwickeln und verbessern. Die beschriebenen Punkte kann man als ewigen Kreislauf sehen. Analysieren Sie ihre Instandhaltung mit Hilfe der entwickelten Daten, decken Sie Fehler und Verbesserungspotentiale auf.

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